In 5 Schritten Content-Marketing-Themen für den Blog finden

Du möchtest einen Blog starten und fragst dich, wie du die richtigen Themen für deinen Blog findest? Oder dir gehen die Themen langsam aus und du weißt nicht (mehr), worüber du schreiben sollst? Ich zeige dir, wie du ohne übermäßig großen Aufwand relevante Themen recherchierst und wie du die Themen für die Umsetzung strategisch priorisierst. Außerdem gebe ich dir noch Tool-Tipps, die dir die Recherche erleichtern.
Themen finden für den Blog

Dieser Artikel richtet sich an Selbständige, die einen Unternehmensblog führen oder aufbauen möchten und Content-Verantwortliche SEOs oder Marketer, die für ihre Firma oder Kunden Content-Marketing-Themen suchen.  Er soll dir eine Anleitung geben, wie du die richtigen Themen für deinen Blog und vor allem deine (zukünftigen) Leser*innen findest und wie du entscheidest, in welcher Reihenfolge du die Themen angehst. Lies meine 5 Schritte zu deinem neuen Themenplan.

1. Zielgruppendefinition: Wer soll die Beiträge lesen?

Bevor du mit der Themenrecherche startest, solltest du die Voraussetzungen dafür schaffen. Hast du dich bereits mit deiner anvisierten Zielgruppe und den Zielen, die du mit deinem (Corporate) Blog (oder auch Onlinemagazin) erreichen willst, auseinandergesetzt? Wenn ja, kannst du direkt zur Themenrecherche springen.

Überleg dir genau, für wen du die Inhalte schreibst. Was im Umkehrschluss bedeutet, stell dir vor, wer die Artikel am Ende des Tages konsumieren soll. Damit du dir ein Bild von deiner Zielgruppe machen kannst, beantworte mindestens folgende Fragen und trage die Informationen in ein Dokument (Word, PowerPoint etc.) zusammen, auf das du und dein Content Team jederzeit zugreifen könnt:

  • Soziodemographische Daten: Alter, Geschlecht, Familienstand, Einkommen, Bildung und Beschäftigungsstatus.  
  • Bedürfnisse der Zielgruppe erkennen: Welche Wünsche und Probleme hat deine Zielgruppe? Was (Angebot, Produkt, Inhalte) könnten deine Buyer Personas bei dir suchen?
  • Bedürfnisse erfüllen: Was kannst du anbieten um diese Bedürfnisse zu erfüllen?
  • Kaufverhalten bzw. Konsumverhalten: Wie und welche Formate konsumiert deine Zielgruppe? Blogs, Apps, Social Media, lange Artikel, schnell zu konsumierende Infos, Tipps, Anleitungen, Erklärungen, Interviews usw.

Wenn du deine Zielgruppe schon grob umrissen hast, dann kannst du im nächsten Schritt auch Buyer Personas herausarbeiten. Das hilft dir, deine Leserschaft noch konkreter zu beschreiben.

2. Definiere deine Ziele

Nur wenn du weißt, welche(s) Ziel(e) du erreichen willst, kannst du auch die relevanten Themen identifizieren. Rufe dir also vor der Themenrecherche (noch einmal) deine Ziele ins Bewusstsein. Mögliche Ziele sind beispielsweise:

  • Reichweite (Anzahl der erreichten User*innen) erhöhen
  • Traffic (Besucherstrom auf der Website) generieren oder steigern
  • Conversions erhöhen (mehr Käufe bzw. gewünschte Handlungen auf der Website)
  • Leads generieren (z. B. Downloads, Anmeldung zum Newsletter, Abschicken Kontaktformular usw.)

3. Content Audit

Hast du schon vorher Blogposts auf deiner Seite veröffentlicht, dann empfehle ich an dieser Stelle noch einen Zwischenschritt: Ein Content Audit oder anders, eine Bestandsaufnahme.

Erstelle zunächst eine Liste mit den Themen, die du auf deinem Blog schon abgehandelt hast und bewerte sie nach folgenden Gesichtspunkten:

  • Wie ist die Qualität des bisher veröffentlichten Contents? (Textwüsten oder optisch gut strukturierte Texte mit Zwischenüberschriften und Bildern?)
  • Sind die Inhalte aktuell oder kann aktualisiert werden? (Bei saisonalen oder an bestimmte Events bzw. Zeitpunkte gebundene Inhalte)
  • Triffst du mit deinen Blogartikeln den Nerv deiner Zielgruppe? (Kommentieren deine User*innen unter deinen Artikeln, oder auf Social Media, wenn du sie postest?)
  • Verfolgst du mit deinen Beiträgen auch deine Ziele? (Hast du Besucher*innen auf deinen Artikeln, wie viele sind es und kannst du hier vielleicht durch Überarbeitung noch mehr erreichen?)
  • Welche Inhalte sind besonders populär? (Welche Inhalte haben die meisten Besucher*innen und was kannst du daraus für Auswahl der neuen Themen mitnehmen?)

Die Liste hilft dir dabei einzuschätzen, wie gut die Qualität deiner bisherigen Inhalte ist und welche Artikel du überarbeiten oder sogar löschen solltest.

4. Themenrecherche: Die richtigen Themen für Blogbeiträge finden

Wenn du dir darüber im Klaren bist, wen du mit deinen Inhalten erreichen willst und welche Ziele du mit deinen Blogartikeln verfolgst, kann es endlich mit der Themenfindung losgehen.

Zu jeder guten Themenrecherche gehört auch der Blick auf die Konkurrenz. Schau dir bei der Suche nach Themen-Ideen daher auch immer an, was deine Wettbewerber besonders gut machen und was du vielleicht noch besser machen kannst. So findest du heraus, welche Themen auch für dich relevant sind, verschaffst dir gleichzeitig einen guten Überblick, wie deine Wettbewerber vorgehen und findest Inspiration für deinen Blog.

Konkurrenzanalyse mit ahrefs, Sistrix, TermLabs.io & Co.

Hast du Zugriff auf Tools wie zum Beispiel ahrefs, Termlabs oder Sistrix? Dann nutze diese, um herauszufinden, für welche Keywords deine Wettbewerber in den Top 10 bis 20 ranken und welche Inhalte die Artikel abdecken, die auf den vorderen Rängen platziert sind. Diese Tools sind nach einer kurzen Testphase kostenpflichtig.

ahrefs

Mit dem Site Explorer von ahrefs kannst du deine Konkurrenz analysieren. Zum Beispiel, für welche Keywords sie mit welchen Artikeln auf den ersten 10 Plätzen vertreten sind und wie hoch das Suchvolumen hinter dem Keyword ist.

Sistrix

Mit Sistrix kannst du zum einen Keywords identifizieren, für die deine Konkurrenz rankt und zum anderen, unter dem Menüpunkt „Chancen“, ungenutzte Keywords ausfindig machen.

TermLabs.io

Termlabs.io ist, meiner Meinung nach, ein sehr hilfreiches Tool zur Themenfindung im Content Marketing. Hier kannst du sowohl deine Konkurrenz analysieren als auch aufdecken, nach welchen Themen gesucht wird.

Der entscheidende Unterschied im Gegensatz zu vielen anderen Tools ist, dass TermLabs.io auch Seiten in die Analyse einbezieht, die nicht suchmaschinenoptimiert sind und daher nicht auf den vorderen Plätzen erscheinen. Der große Vorteil für die Themensuche: So findest du auch Artikel zu Themen, die nicht unbedingt auf den ersten Seiten der Suchergebnisse angezeigt werden, jedoch thematisch für deinen Blog relevant sein können.

Google-Suchergebnisse

Wenn du (noch) keinen Zugriff oder keine Erfahrung mit Keyword-Tools hast oder kein Budget für Tools hast, kannst du die kostenlose Google Suche nutzen, um aufdecken, wer in den Top 10 der Suchergebnislisten für bestimmte Keywords rankt. Hol dir in den Google Suchergebnissen Inspirationen für relevante Themen und Keywords.

So gehst du vor:

  1. Brainstorme zunächst ein paar Schlüsselbegriffe, die dein Thema ausmachen.
  2. Tippe diese in das Suchfeld und drücke Enter.
  3. Notiere relevante Begriffe, die in den Snippets (Title und Description) der Suchliste vorkommen.
  4. Durchforste die Websiten, die in den Top 10 angezeigt werden, nach Themen-Ideen und achte auch darauf, welche Themen bei der Konkurrenz vielleicht noch fehlen.
  5. Wenn Google ähnliche Fragen anzeigt, notiere dir diese ebenfalls.
Snippet (bestehend aus Title und Description) bedeutet übersetzt so viel wie „Schnipsel“ und bezeichnet im Online-Marketing die Vorschau einer Website in den Google Suchergebnissen (SERPs).

Google Suggest: Was schlägt Google so vor?

Google Suggest (kostenlos) zeigt dir Vorschläge an, nach denen gesucht wird. Einfach für dich relevante Schlagwörter in die Suche eingeben, ohne auf Enter zu drücken und schon erscheinen Suchphrasen, nach denen auch andere User*innen schon des Öfteren gesucht haben. Kombiniere deine Suchbegriffe auch mit W-Fragewörtern wie welch/r/s.

Nach Betätigung der Entertaste kommst du dann auf die Suchergebnisseite mit den ersten (besten) zehn Einträgen zu dem eingegebenen Suchbegriff. Schau dir die Ergebnisse an und durchforste die Webseiten der ersten zehn oder zwanzig Artikel nach weiteren interessanten Themen, die du für deinen Blog umsetzen kannst.

Oft werden die ganz unten auf den Suchergebnisseiten noch Ähnliche Suchanfragen angezeigt. Auch davon kannst du dich inspirieren lassen:

AnswerThePublic

AnswerThePublic (für ca. zwei Suchanfragen pro Tag kostenlos) basiert auf den Daten von Google Suggest und präsentiert dir sehr übersichtlich alle sinnvollen Wortkombinationen und (Frage-) Formulierungen, die rund um das von dir eingegebene Keyword von User*innen gesucht werden. Perfekt für die Themenfindung im Content Marketing!

Pinterest

Pinterest ist für mich die reinste Ideen-Fundgrube. Gib einfach relevante Suchbegriffe in die Suche ein und lass dich von weiteren Themenvorschlägen inspirieren.

Social Media: Facebook, Instagram & Co.

Soziale Medien sind wahre Themenfundus und eine perfekte Ergänzung für deine Themenrecherche. Auf Instagram kannst du nach Hashtags suchen oder konkreten Accounts, die dein Thema bespielen. Auf Facebook gibt es zu allen möglichen Themen eigene Gruppen. Hier findest du heraus, worüber, sich deine Zielgruppe zu einem relevanten Thema austauscht und welche Fragen sie haben. Dazu musst du der Gruppen allerdings beitreten. Der Vorteil: Du kannst mit einer Zielgruppe in Kontakt treten und auch direkt erfragen, welche Themen die Gruppenmitglieder beschäftigen.

Frage-Antwort-Plattformen

Auf beispielsweise Quora oder Gutefrage (eigene Profile erforderlich) erfährst du, was Menschen im Internet fragen, bzw. auf welche Fragen sie Antworten suchen. Quora hat es sich zur Aufgabe gemacht, zwischen Menschen, die Fragen haben und Menschen, die die Antwort wissen, zu vermitteln. Werden Fragen häufiger gestellt, kannst du davon ausgehen, dass es bisher noch keine zufriedenstellende Antwort dazu in den Suchergebnissen gibt. So kannst du dich des Themas annehmen, wenn es für deine Zielgruppe und deine Branche relevant ist.

5. Themen ordnen und priorisieren

Im Idealfall hast du jetzt eine Reihe an Themen und Keywords, die du nur noch sortieren und priorisieren musst, um dann mit der Artikelerstellung zu starten.

Falls noch nicht geschehen, empfehle dir, den gesammelten Keywords und Themen-Ideen das jeweilige Suchvolumen zuzuordnen. Dafür kannst du zum Beispiel Tools wie ahrefs, Sistrix, Ubersuggest oder Keyword Tool nutzen.

Sammle oder exportiere dir die Keywords mit dem entsprechenden Suchvolumen in eine Excel-Tabelle. Hier kannst du nun über verschiedene Spalten und Filterfunktionen Ordnung in die Themen bringen und eine Priorisierung, zum Beispiel nach Suchvolumen und Relevanz vergeben. Für uns hat es sich bewährt, die Keywords nach Themenclustern und Magazinkategorien, in denen sie erscheinen sollen, zu sortieren. Hier ein Beispiel, wie das aussehen kann:

Let’s go!

Jetzt kann es endlich losgehen mit der Erstellung deiner Blogbeiträge. Starte mit den hochpriorisierten Themen und arbeite dich Schritt für Schritt entlang der Priorisierung, bis du wieder mit einer neuen Themenrecherche beginnst. Denn so eine Themenrecherche ist keine einmalige Angelegenheit. Im Grunde kannst du immer deine Augen und Ohren offenhalten und deine Keyword- bzw. Themenliste kontinuierlich erweitern.

Wenn du noch Fragen hast oder Unterstützung bei deiner Themenrecherche benötigst, schreib uns einfach! Weitere Tipps zu Online Marketing findest du auf unserem Instagram-Account oder im Magazin.

Silja

Silja

Silja ist Mitgründerin des Isar Creative Studios. Als Online-Marketing-Expertin mit Fokus auf Markenaufbau und -positionierung ist sie überzeugt, dass Online Marketing ganzheitlich gedacht werden muss, um langfristig erfolgreich zu sein. Besonders liebt Silja die Teamarbeit, denn sie ist fasziniert davon, was guter Teamgeist bewegen kann.

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