Tutorial: Die richtigen SEO-Keywords finden

Tutorial: Die richtigen SEO-Keywords finden

Anleitung für SEO-Keywords finden.
Anleitung für SEO-Keywords finden.
Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du gute Keywords für deine Website findest und die richtigen Keywords am Ende deiner Recherche auswählst. Dazu stelle ich dir 3 kostenlose Tools vor. Die Anleitung ist wie für dich gemacht, wenn du noch keine oder sehr wenig Erfahrung in der Keywordrecherche hast.
Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du gute Keywords für deine Website findest und die richtigen Keywords am Ende deiner Recherche auswählst. Dazu stelle ich dir 3 kostenlose Tools vor. Die Anleitung ist wie für dich gemacht, wenn du noch keine oder sehr wenig Erfahrung in der Keywordrecherche hast.

Was sind Keywords und wozu brauchst du sie?

Keywords sind Suchbegriffe,  mit denen Benutzer in Suchmaschinen (z. B. Google) nach etwas suchen. Durch festgelegte Begriffe in deinen Websitetexten können Suchmaschinen verstehen, worum es auf deiner Seite geht und sie als passende Antwort auf eine Suche auswählen. Du verwendest also Keywords, nach denen deine Zielgruppe in Suchmaschinen suchen könnte, um deine Dienstleistung oder dein Produkt zu finden.

Keywords legst du für Seiten fest, die von deiner Zielgruppe gefunden werden sollen (z. B. Produktseiten oder die Startseite). Deine Impressums-Seite braucht hingegen keine Keywords.

5 verschiedene Keyword-Arten

Zu Beginn deiner Keywordrecherche legst du fest, welche Arten von Keywords für deine Seite relevant sind. Für deine Suchmaschinenoptimierung sind folgende Keyword-Arten interessant:

  1. Informational Keywords
    User suchen gezielt nach einer Information. Zum Beispiel „Welches Hundefutter für Dackel?“. Die Antwort liefern z. B. Blogs oder Ratgeber mit informationsorientierten Texten.
  2. Transactional Keywords
    Hinter dieser Keyword-Art steckt die Absicht einer Transaktion, d. h. etwas zu erwerben, für Geld aber auch kostenfrei. Der User sucht z. B. nach „Bio-Hundefutter“ oder „kostenloser Futterplan zum Downloaden“.
  3. Brand Keywords
    Bist du bereits bekannt in deiner Branche, verwenden User auch deinen Markennamen als Suchbegriff.
  4. Navigational Keywords
    Mit dieser Keyword-Art suchen User in der Suchmaschine direkt nach einer bestimmten Seite auf deiner Domain. Zum Beispiel deinen Versandbestimmungen.
  5. Long Tail & Short Tail Keywords
    Du kannst Keywords auch nach ihrer Länge unterscheiden. Long Tail Keywords (bestehend aus mehreren Wörtern) bedienen oft eine Nische, da nach etwas sehr Spezifischem gesucht wird. Neben Short Tail Keywords (bestehend aus einem Wort) gibt es auch Mid Tail Keywords (ca. zwei bis drei Wörter). Hier ein Beispiel:
  • Short Tail: Hundefutter
  • Mid Tail: Bio-Hundefutter
  • Long Tail: Bio-Hundefutter für großen sportlichen Hund
Tipp für Keywordrecherche
Überlege dir, wonach dein*e Kund*in suchen könnte, wenn sie dein Produkt oder deine Dienstleistung noch nicht kennt.

In 5 Schritten die richtigen Keywords finden

Dokumentiere deine Suche am besten in Excel. So hast du einen guten Überblick und kannst alle Keywords in Tools importieren und exportieren. Das spart jede Menge Zeit. Los gehts!

Schritt #1: Brainstormen

Sammle alle Begriffe in einer Tabelle, die dir zu deiner Seite einfallen. Nimm dabei auch den Blickwinkel deiner Kund*innen ein. Was würdest du an ihrer Stelle in die Suchmaschine eingeben?

Beispiel: Als Hundefutter-Shop könnte meine Liste unter anderem folgende Begriffe enthalten: „Futter für Welpen“, „Bio-Hundefutter kaufen“ und „Kleine Hundesnacks“.

Schritt #2: Was machen deine Mitbewerber*innen?

Welche Begriffe verwenden Benchmarks und Konkurrent*innen auf ihrer Website und was zeigen die Google Suchergebnisse an? Die meisten Keyword-Tools verfügen über eine Art Website Explorer, der dir anzeigt, für welche Begriffe die Website gefunden wird (Tools stellen wir dir in Schritt #4 vor).

Beispiel: Ich habe nach „Bio Hundefutter kaufen“ gesucht und in den Suchergebnissen direkt weitere Ideen für Keywords gefunden, die auch die Konkurrenz benutzt. Zum Beispiel: „Bio Hundenahrung“, „Artgerechtes Biofutter“, „bequem online bestellen“.

Suchergebnisse mit markierten Keyword-Ideen.

Schritt #3: Google Suggest

Google zeigt dir während der Eingabe in das Suchfeld und am Ende von Seite Eins Suchbegriffe an, die Nutzer zusätzlich häufig bei dem Thema eingeben. Hier findest du nicht selten weitere Ideen. Achtung! Am besten bist du dafür nicht bei deinem Google Konto eingeloggt.

Beispiel:

Google Suggest Beispiel für Keywordrecherche.

Beispiel für Google-Suggest zum Thema „Bio-Hundefutter“.

Schritt #4: Suchvolumen & weitere Begriffe mit kostenlosem Keyword-Tool recherchieren

Leider gibt es nur sehr wenige kostenlose Keyword-Tools bzw. sind die Tools in der kostenfreien Version oft nur stark eingeschränkt nutzbar. Mit folgenden Tools erhältst du zumindest einen ersten Eindruck.

  • Keyword-Planer von Google
    Den Keyword-Planer hat Google entwickelt, um passende Keywords für Werbeanzeigen zu finden. Deshalb kannst du ihn nur verwenden, wenn du ein Google-Ads-Konto hast. Ist das der Fall, kannst du neue Keywords finden und das Suchvolumen einzelner Begriffe erfahren.
  • Ubersuggest
    Dieses Tool zeigt dir die Ergebnisse von Google Suggest (siehe Schritt #3) übersichtlich an. So erhältst du einen schnellen Überblick zu einem Thema. Leider zeigt es dir kein Suchvolumen an.
  • AnswerThePublic
    Mit AnswerThePublic erhältst du relevante Fragen und Aussagen zu deinem Thema, die dir perfekt zeigen, welche Intention deine Zielgruppe hat. Aber auch hier wird dir kein Suchvolumen angezeigt.

Schritt #5: Auswahl des richtigen Keywords

Beachte bei der Auswahl des richtigen Keywords folgende Kriterien:

  • Das Keyword hat Suchvolumen
  • Die geschätzte Konkurrenz ist nicht zu groß (siehe Beispiel)
  • Du kannst den Begriff in deinem Text sinnvoll verwenden
  • Du hast es noch nicht verwendet
  • Es liefert die richtigen Suchergebnisse (siehe Beispiel)

Hier haben wir dir die Kriterien nochmal als Checkliste zusammengefasst:

Keyword-Checkliste für Keyword-Auswahl
Für den Anfang kann dir unsere Checkliste bei der Keywordrecherche helfen. Mache dir einfach einen Screenshot.

Das Suchvolumen (Anzahl der monatlichen Suchanfragen) setzt du immer ins Verhältnis zu anderen Keywords innerhalb des Themenbereichs.

Beispiel: „Welpenfutter“ hat 4.700 Suchvolumen. „Bio Welpenfutter“ hat 20 Suchvolumen und ist damit zwar deutlich geringer aber im Verhältnis gar nicht schlecht. Anders zum Beispiel bei dem Keyword „Mom Jeans“ mit 87.000 Suchvolumen. „Jeans nachhaltig“ hingegen hat nur 600 Suchvolumen, was im Verhältnis sehr wenig ist.

Du siehst, ein Suchvolumen von 20 in einer Nische kann sehr hoch sein, 600 durchschnittliche Aufrufe können bei einem anderen Thema wiederum wenig sein. Wähle aber nicht einfach das Keyword mit dem höchsten Suchvolumen, wenn du eine große Konkurrenz hast. Als kleines Start-up für Bio-Hundefutter wirst du keine Chance haben, z. B. für „hundefutter“ (SV: 34.000) zu ranken, so wie es zum Beispiel Fressnapf oder Zooplus schaffen. Wähle deshalb ein nischiges Keyword, zum Beispiel „bio hundefutter online kaufen“ (SV: 30).

Prüfe am Ende immer, ob für deine Keywordauswahl die passenden Ergebnisse ausgespielt werden.

Beispiel: Ich dachte „Geschenkideen für beste Freundin“ wäre ein gutes Keyword für einen Blogartikel. Beim Prüfen stellte ich fest, dass es ein transaktionales Keyword ist und nur Onlineshops angezeigt werden.

Ein Garant für das „richtige“ Keyword gibt es aber nicht. Es ist normal, wenn deine Keywordauswahl einmal kein Erfolg ist. Wirf regelmäßig einen Blick auf deine Seite und passe gegebenenfalls die Keywordauswahl an.

Wie viele verschiedene Keywords verwenden?

Pro Seite verwendest du

  • 1 Hauptkeyword und
  • 1-2 Nebenkeywords.

Bring diese regelmäßig in Überschriften, dem Text und deinem Snippet unter. Überlade deinen Text aber nicht mit Keywords. In erster Linie schreibst du für deine Besucher*innen – ihnen muss der Text gefallen. Am Ende ist für Google vor allem das Nutzerverhalten relevant.

Verwende ein Keyword auf deiner Website außerdem nur ein einziges Mal! Google kann ansonsten die Seiten nicht unterscheiden, ist verwirrt und spielt womöglich keine der Seiten aus.

Tipp für Keywordrecherche: Erfasse Keywords in Excel.
Excel ist dein bester Freund in Sachen Keywordrecherche. Hier kannst du alles gliedern und dokumentieren.

Wann solltest du Unterstützung suchen?

Kleine Recherchen, zum Beispiel für einen Blogartikel oder mal für eine einzelne Seite, kannst du selbst gut meistern. Sobald umfangreiche Recherchen anstehen, benötigst du zum einen kostenpflichtige Tools und musst sehr viel Zeit investieren, wenn du keine Routine hast. Mit Unterstützung sparst du dir nicht nur Geld, sondern kannst dir auch sicher sein, die richtigen Keywords zu erhalten.

Wenn du Unterstützung suchst oder noch Fragen zum Thema Keywordrecherche hast, schreib uns einfach. Wir freuen uns von dir zu hören.

Julia
Julia
Julia Zettl ist Mitgründerin des Isar Creative Studios. Nach dem Studium „Informationsmanagement und Unternehmenskommunikation“, ein Mix aus Gestaltung, Marketing und Programmierung, ist sie im Content Marketing tätig. Julia begeistert sich dabei vor allem für kreative Texte und hat immer ein Auge auf die User Experience.
Julia
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Julia Zettl ist Mitgründerin des Isar Creative Studios. Nach dem Studium „Informationsmanagement und Unternehmenskommunikation“, ein Mix aus Gestaltung, Marketing und Programmierung, ist sie im Content Marketing tätig. Julia begeistert sich dabei vor allem für kreative Texte und hat immer ein Auge auf die User Experience.